Oberkrain: Gelegenheit macht Liebe

Dichte Wälder, grüne Wiesen und klare Gebirgsflüsse sind die Kulisse für eine prächtige Ausfahrt durch die slowenischen Regionen Gorenjska und Dolenjska.


Heute entführe ich euch (und den Chef als Fotomodell) ins Celje-Becken östlich von Laibach. Das untere Savinja-Tal gilt wegen des großflächigen Hopfen-Anbaus als „Tal des grünen Goldes“. Die Region Gorenjska sieht aus wie in der Steiermark, was mit einem Blick in den historischen Rückspiegel (damals: Oberkrain) kein Zufall ist. Straßenstände bieten bei unserem Besuch Ende Mai bereits frische Erdbeeren und sibirische Blaubeeren an.

Die Save ist jener Fluss, der in der steirischen Landeshymne bis heute als südliche Grenze des „lieben teuren Heimatlandes“ besungen wird.

Zu den markanten Abschnitten unserer Route gehört die Schlucht der Save. Das erste Mal treffen wir sie beim gleichnamigen Ort. An einer Unterführung der Eisenbahnlinie dokumentieren Hochwasserpegel die häufigen Überschwemmungen. Eine überdachte, auf vier Betonpfeilern aufliegende Holzbrücke bringt uns ans rechte Ufer, womit wir in der Region Dolenjska (Unterkrain) angekommen sind. Entlang des Flusses wird flott gefahren, doch schon bald führt uns die Route erneut über kleine Straßen bergauf. Ein zweites Mal treffen wir die Save am Rückweg. An ihrem Ufer liegt das (mittlerweile stillgelegte) Kohlekraftwerk von Trbovlje. Mit gewaltigen 360 Metern Höhe überragt der Schornstein nicht nur jedes Bauwerk in Österreich, sondern auch den Eiffelturm recht deutlich.

Gleich neben dem Hotel beherbergt ein Museum eine der größten privaten Sammlungen von Indian-Motorrädern weltweit. Die Ausstellung umfasst originale Indian-Motorräder, historische Modelle, authentisches Zubehör sowie weitere Exponate, die über Jahrzehnte hinweg die Entwicklung der Marke Indian und die Geschichte der Motorräder veranschaulichen.

Recherche der Route, Fotografie und Reportage für das Motorradmagazin
Motorradmagazin 6/2026 🇦🇹