Der VW Golf GTI Edition 50 trifft auf den GTI 16V von 1986 und die Band, die der Modellreihe vor 30 Jahren fast zufällig ein musikalisches Denkmal setzte.
Das österreichische Liedgut brachte vieles hervor, doch nur Fünfhaus Posse machte den Golf zum Song. Zum 50-jährigen Jubiläum des GTI gibt’s die Reunion der Band: Wie das Lied vor 30 Jahren entstand. Was aus den Protagonisten wurde. Und warum der GTI 16V das Zielobjekt war. Es ist die Geschichte von fünf Freunden, die aus Spaß ins Musikgeschäft gingen und mit der ersten Single einen Volltreffer landeten: Golf.












„Was ja kaum mehr einer weiß: Wir haben ursprünglich als Cover-Band angefangen“, ergänzt Martin Matzinger, aka Lo Frequency Moz die Anfänge der Fünfhaus Posse. „Mit zweien bin ich in die Schule gegangen. Blieb dann sitzen und traf dort den nächsten. Und den Markus haben wir in einem Lokal kennengelernt.“ Rein zufällig suchte man just in dem Moment einen Keyboarder, das eine ergab sich mit dem anderen und auch wenn man sich anfänglich nicht ganz einig war, in welche Richtung das Ganze gehen sollte, filterte sich immer stärker der Stil heraus. Jazziger Hip Hop, natürlich im Dialekt, was zu Beginn der 1990er eine echte Pionierleistung war. Doch worüber sollte man singen? „Wir haben einfach ein wenig herumgejammed“, ergänzt Mischa Janisch, schlicht bekannt als Dr. M, und probierte einfach das ein oder andere aus.
Nach diversen Jam Sessions reiften die Ideen für erste eigene Songs. „Dass wir uns Fünfhaus Posse nannten, lag daran, dass ich als einziger aus Rudolfsheim Fünfhaus komme“, ergänzt Markus noch, und erste Auftritte im Wiener Clubleben zeigten schnell, dass das Publikum das neue Genre begeistert annahm. Auch Produzenten lauschten achtsam mit und traten an das junge Quintett heran, ob sie nicht bei der nächsten Compilation dabei sein mochten. Na logo. „Ja und das Lied, das schon am ehesten fertig war, war eben der Golf.“ Inspiriert vom Blick auf die Straßen der Hauptstadt, war es nicht schwer, Content zu finden. Der Golf GTI war vor allem in zweiter und dritter Hand das Basisgerät der Zeit. Alleine in Wien gab es zahlreiche Clubs, Tuninggeschäfte und Händler, die als heiße Anlaufstelle für die besten Teile galten. Kurz: Man entkam dem Thema nicht, und wer so wie die Jungs von der Fünfhaus Posse ganz genau hinsah, konnte ein schönes Sittenbild ausmachen. Wie das Leben zu jener Zeit in der Wiener Stadt einfach war. Der Alltag, vielleicht sogar das Erwachsen werden. „Zwei Strophen machte ich, eine der Martin und den Refrain der Alex, aka Vibration Lex“, erinnert sich Herr Mayer-Roth, und ehe man sich versah, stolperte auch das Radio über den Song mit dem leicht zu merkenden Titel und setzte ihn auf heavy rotation.
Fotografie für die Porsche Holding Salzburg
