Almtal und Traunsee: Se[h]enswerte Entdeckungen

Die größte Region des Salzkammergutes punktet auch abseits der touristisch vermarkteten „Romantikstraße“ mit landschaftlicher Schönheit und kleinen Nebenstraßen, die es sich auf zwei Rädern zu entdecken lohnt.  


Das Almtal heißt nicht wegen besonders beschaulicher Bergwiesen so, sondern wegen des Flusses Alm.

Er ist mit 191 Metern der tiefste See Österreichs – und bringt es daher im Hochsommer lediglich auf rund 20 Grad Wassertemperatur: Der Traunsee. Wenn es einen Ort gibt, an dem man hierorts nicht ohne Erwähnung vorbeikommt, dann ist es der exakt so benannte Instagram-Background; als fiktive Nobelherberge im Fernsehen mit stummem H als „Schlosshotel Orth“ bezeichnet. Weniger bekannt ist der Umstand, dass im Toscanapark, einer Art Halbinsel im See, der größere Teil des aus zwei Gebäuden bestehenden Schlosses steht.

Haben Sie noch Lust auf einen kleinen Abstecher? Die mautpflichtige Bergstraße zum Hochberghaus können Sie getrost auslassen, dort gibt es nicht viel zu sehen. Viel hübscher ist das kleine Straßerl durch die Hetzau, das beim Gasthaus Jagersimmerl abzweigt und zum Almtalerhaus und seinen sympathischen Wirtsleuten führt.

Übrigens: Das keramische Glockenspiel in der Loggia des Gmundener Rathauses stammt trotz der bekannten Optik nicht aus der örtlichen Manufaktur. Weil sich deren Werkstoff für Glocken nicht eignet, wurde das Geläut bei der Porzellanmanufaktur in Meißen angefertigt.

Recherche der Route, Fotografie und Reportage für das Motorradmagazin